Was hat sich geändert?
Das iPhone Duo ist seit dem 23. Oktober 2026 erhältlich, Apples erstes faltbares iPhone. Das Innendisplay misst aufgeklappt 7,6 Zoll diagonal, das separate Außendisplay 5,4 Zoll. Apple beschreibt die Seitenverhältnisse beider Displays als übereinstimmend, damit Inhalte beim Auf- und Zuklappen proportional skalieren. In Pixeln laut den technischen Daten: 1878 x 2670 innen und 1398 x 2034 außen. Das Innendisplay hat damit ein Verhältnis von langer zu kurzer Seite von rund 1,42 zu 1 und ist weniger langgestreckt als ein 9:16-Display. In Deutschland kostet das Duo ab 2.299 Euro.
Bisherige iPhone-Displays sind mit rund 9 zu 19,5 deutlich schmaler als hoch. Das Duo ergänzt die Palette um ein Display, das der Form eines klassischen Fernsehers näher steht als der eines Streifens. Für Videos bedeutet das: Ein 9:16-Video füllt das neue Display nicht mehr so weit aus wie die bisherigen Modelle.
Welches Format füllt das Duo-Display?
Für die folgende Modellrechnung setzen wir 1878 Pixel Breite und 2670 Pixel Höhe an, also das aufgeklappte Innendisplay im Hochformat. Die Rechnung nimmt vollständige Darstellung an, ohne Beschnitt und ohne App-Oberfläche. Apple weist darauf hin, dass die tatsächlich sichtbare Fläche kleiner ausfällt.
| Videoformat | Beispiel-Pixel | Breite | Höhe | Fläche |
|---|---|---|---|---|
| 9:16 hochkant | 1080 x 1920 | 80 Prozent | 100 Prozent | 80 Prozent |
| 1:1 quadratisch | 1080 x 1080 | 100 Prozent | 70 Prozent | 70 Prozent |
| 4:5 hochkant | 1080 x 1350 | 100 Prozent | 88 Prozent | 88 Prozent |
| 16:9 quer | 1920 x 1080 | 100 Prozent | 40 Prozent | 40 Prozent |
Werte gerundet, eigene Berechnung. Skaliert wird jeweils so, dass das gesamte Video unverzerrt passt; die Restflächen bleiben außerhalb des Videobilds.
Im Hochformat nutzt 4:5 mit rund 88 Prozent die größte Fläche der vier Formate, vor 9:16 mit 80 Prozent. 16:9 bleibt bei dieser Ausrichtung mit 40 Prozent am kleinsten.
Wird das Gerät gedreht, kehrt sich das Bild um. Auf 2670 Pixel Breite und 1878 Pixel Höhe nutzt 16:9 rund 80 Prozent der Fläche und damit mehr als jedes der drei anderen Formate. 9:16 fällt dann auf rund 40 Prozent. Die Geräteausrichtung entscheidet also, welches Format die meiste Fläche nutzt.
Muss ich jetzt 16:9 produzieren?
Das lässt sich aus dem Display allein nicht ableiten. Es hängt von den Platzierungen ab, die eine Kampagne gebucht hat. Im gedrehten Zustand nutzt 16:9 mit rund 80 Prozent sogar die größte Fläche aller vier Formate. Im Hochformat sind es nur rund 40 Prozent.
16:9 bleibt das Format für Ausspielungen, deren Player oder Layout auf Querformat ausgelegt ist: klassische YouTube-Videos, Fernsehen, Videoflächen auf Websites, Präsentationen. Ob eine Kampagne es braucht, steht im Mediaplan, nicht in den Displaydaten.
Was heißt das für Social-Video?
Die Formatwahl sollte bei den Platzierungen beginnen: Erstellen Sie vor Produktionsbeginn eine Liste der gebuchten Flächen und ordnen Sie jeder das benötigte Seitenverhältnis zu. Wenn eine Kampagne mehrere Verhältnisse braucht, lohnt sich eine Produktion auf gemeinsam geplantem Ausgangsmaterial, aus dem die Varianten geschnitten werden.
Dafür planen Sie den Bildaufbau so, dass die Aussage in allen benötigten Ausschnitten erhalten bleibt. Wichtige Motive, Logo und Untertitel gehören in die Bereiche, die in jeder Variante sichtbar bleiben. Die App-Oberfläche kann Randbereiche verdecken, deshalb sollte jede Variante in der Vorschau der vorgesehenen Platzierung geprüft werden.
KI-Werkzeuge können zusätzliche Varianten oder Bildbereiche erzeugen. Die Ergebnisse müssen auf konsistente Motive, Bewegungen und Produktdetails geprüft werden.
Was kostet der Wechsel?
Der zusätzliche Aufwand hängt davon ab, wie stark sich Bildausschnitt, Schnitt und Texteinblendungen zwischen den Varianten unterscheiden. Wenn die benötigten Formate bereits Teil des Produktionsprozesses sind, bleibt es bei Planungsaufwand.
Ins Briefing gehören pro Variante: Seitenverhältnis, Auflösung, Laufzeit, Untertitel, Textpositionen, Dateivorgaben und Abnahmekriterien. Im Angebot sollten Kosten für zusätzliche Schnitte, Grafiken und Korrekturrunden ausgewiesen sein.
Wie wir das einschätzen
Die Vorbestellung des Duo war am 16. Oktober innerhalb weniger Minuten ausverkauft, Apple hat die Nachfrage gegenüber der Financial Times als außergewöhnlich bezeichnet. Neue Bestellungen werden laut Berichten erst ab Ende Januar 2027 geliefert. Diese Zeichen sprechen für eine schnelle Verbreitung des Geräts.
Unsere Einschätzung: Wenn sich das Duo so verbreitet, werden mehr Menschen Videos auf einem fast quadratischen Display sehen und das Gerät dafür auch quer drehen. Damit steigt die Chance, dass 16:9-Anteile im Social-Feed wieder selbstverständlicher werden. Wir planen deshalb ab jetzt Multi-Format-Produktionen als Standard, mit 16:9 als gleichberechtigtem Format neben 9:16. Das ist eine Einschätzung aus den Vorverkaufszahlen, keine gesicherte Prognose: Wie die Plattformen ihre Feeds darstellen, entscheiden sie selbst.
Häufige Fragen zu Videoformaten
Bringt das iPhone Duo das Querformat zurück?
Im gedrehten Zustand nutzt 16:9 rund 80 Prozent der Duo-Fläche, mehr als jedes der drei anderen Formate. Im Hochformat sind es rund 40 Prozent. Welches Format für eine Kampagne das wichtigste ist, bestimmen die gebuchten Platzierungen, nicht das Display.
Wofür ist 9:16 noch da?
Für vertikale Videoangebote wie Reels, TikTok und YouTube Shorts bleibt 9:16 ein relevantes Produktionsformat. Planen Sie es ein, wenn die vorgesehenen Platzierungen dieses Format verlangen oder empfehlen.
Was ist eine Multi-Format-Produktion?
Eine Produktion auf gemeinsam geplantem Ausgangsmaterial, aus dem mehrere Formate geschnitten werden. Voraussetzung sind ausreichender Bildausschnitt und Auflösung für jede Variante. Ein vorhandener 9:16-Export lässt sich nicht verlustarm in Querformat erweitern.
Wann sollten wir umstellen?
Prüfen Sie bei der nächsten Kampagnenplanung, welche Formate die vorgesehenen Platzierungen tatsächlich benötigen. Bestehende 9:16-Inhalte brauchen wegen des Duo keinen Ersatz. In einem kostenlosen Beratungsgespräch klären wir, welche Varianten Ihre Platzierungen erfordern.
Quellen: Apple Newsroom (Vorstellung iPhone Duo, 9. September 2026) · Apple Tech-Specs (Display-Auflösungen, abgerufen 23. Oktober 2026) · Flächenanteile: eigene Berechnung aus den Pixelmaßen, Hoch- und Querformat, jeweils rundungsaktuell · Gagadget (Vorbestellung ausverkauft, Lieferzeit, Oktober 2026)







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