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KI-Suche: Wie Marken sichtbar bleiben, wenn Google Antworten gibt

Google zeigt Suchergebnisse zunehmend als KI-Zusammenfassung statt als Linkliste. Wir fassen zusammen, was Studien zu Klicks und Quellen zeigen. Und welche Schritte wir für unsere Website umgesetzt haben.

21. Oktober 2026, QLTY media

Schreibtisch bei Nacht: Monitor mit KI-Antwort und drei Quellkarten, daneben dasselbe auf dem Handy, am Rand eine alte Papierkarte und ein Verzeichnis
Die Antwort ersetzt die Liste: Am Bildschirm steht das Ergebnis, die Quellkarten darunter. Das gedruckte Verzeichnis ist am Rand liegen geblieben. (Mit Seedream generiert)

Google ergänzt die Suche durch KI-Antworten. Wer sucht, bekommt zunehmend eine Zusammenfassung am Anfang der Ergebnisseite, mit Links zu Quellen. Für Unternehmen stellt sich eine neue Frage: Erscheinen wir in diesen Antworten, und was bringt das? Dieser Artikel ordnet die vorliegenden Studien ein und beschreibt die Maßnahmen auf dieser Website.

Was hat sich seit den AI Overviews geändert?

Die KI-Zusammenfassungen über der Trefferliste heißen AI Overviews und existieren seit Mai 2024. Den AI Mode, einen eigenen Suchmodus für ausführliche Antworten und Nachfragen, erweiterte Google im August 2025 auf mehr als 180 Länder, zunächst auf Englisch (Google, August 2025). Im Mai 2026 verband Google beide Funktionen weltweit zu einem Ablauf: Eine Frage kann mit einer Übersicht beginnen und als Gespräch im AI Mode weitergehen. Nach Google-Angaben von der Konferenz I/O 2026 nutzt den AI Mode mehr als eine Milliarde Menschen pro Monat; die Zahl der Abfragen habe sich seit der Einführung je Quartal mehr als verdoppelt (Google I/O 2026).

Zwei Auswertungen beschreiben, was das mit Klicks macht. Zwei Kennzahlen stammen aus einer BrightEdge-Auswertung, eine aus einer Untersuchung des Pew Research Center:

Impressions und Klickrate
BrightEdge berichtete im Mai 2025 für die untersuchten Suchdaten von über 49 Prozent mehr Impressionen und einer um knapp 30 Prozent gesunkenen Klickrate seit Mai 2024 (BrightEdge, Mai 2025). Ob dadurch insgesamt weniger Klicks fielen, ergibt sich aus den beiden Werten nicht: Mehr Impressionen können eine niedrigere Klickrate ausgleichen.
Klickverhalten
Pew untersuchte die Google-Suchbesuche von 900 US-Erwachsenen im März 2025 (Pew Research Center, Juli 2025). Bei Besuchen mit KI-Zusammenfassung klickten Nutzer in 8 Prozent der Fälle ein klassisches Ergebnis, ohne Zusammenfassung in 15 Prozent. Links innerhalb der Zusammenfassung wurden bei 1 Prozent der Besuche mit Zusammenfassung angeklickt.
Was das heißt
Ein Teil der Suchanfragen wird vermutlich bereits auf der Ergebnisseite beantwortet, sodass der Besuch der dahinterliegenden Webseite ausbleibt. Für die untersuchten US-Nutzer gilt das; eine Übertragung auf alle Märkte und Dienste erlauben die Daten nicht.

Für Unternehmen verschiebt sich damit die Frage. Bisher lautete sie: Stehen wir weit oben in der Trefferliste? Künftig kommt hinzu: Werden wir in der Antwort genannt oder verlinkt?

Woher kommen die Quellen in KI-Antworten?

Für Google stammen die Informationen aus dem Google-Suchindex. Eine indexierte Seite kann als Quelle infrage kommen; ihre Auswahl für eine konkrete Antwort ist damit nicht garantiert. Welche Quellen tatsächlich erscheinen, lässt sich aus Nutzungsdaten ablesen: In der Pew-Stichprobe waren Wikipedia, YouTube und Reddit die am häufigsten aufgeführten Plattformen, zusammen 15 Prozent der erfassten Quellen (Pew, Juli 2025).

Auch die Länge der Anfrage spielt eine Rolle. In der Pew-Untersuchung erschien bei Suchanfragen mit zehn und mehr Wörtern in 53 Prozent der Fälle eine KI-Zusammenfassung, bei ein- bis zweiwörtigen in 8 Prozent. Längere Anfragen führen also häufiger zu KI-Antworten.

Für Inhalte heißt das: Wer die Fragen seiner Kunden kennt, kann sie als Überschriften und Antworten aufbereiten. Eine Garantie, in KI-Antworten aufzutauchen, gibt es dafür nicht.

Was zeigt die Auswertung zu Links und Erwähnungen?

Eine Ahrefs-Untersuchung von 75.000 Marken (veröffentlicht Mai 2025) hat gemessen, welche Faktoren gemeinsam mit Erwähnungen in AI Overviews auftreten. Achtung: Die Stichprobe war vorgefiltert. Marken ohne jede AI-Overview-Nennung wurden aus der weiteren Analyse ausgeschlossen. Für bislang unsichtbare Unternehmen ist die Übertragbarkeit deshalb begrenzt.

Marken-Erwähnungen im Web
0,664. Der stärkste gemessene Zusammenhang der Auswertung.
Marken-Anker
0,527. Links, deren Linktext den Markennamen trägt.
Markensuchvolumen
0,392. Die geschätzte Zahl der Suchanfragen nach dem Markennamen.
Anzahl der Backlinks
0,218. Der schwächste der vier gemessenen Werte.

Das sind Korrelationen, keine Wirkungsnachweise. Die Auswertung belegt nicht, welche Maßnahme die KI-Sichtbarkeit eines einzelnen Unternehmens am stärksten verbessert. Lesbar bleibt: Markennennungen außerhalb der eigenen Website hingen enger mit AI-Overview-Nennungen zusammen als die reine Backlink-Zahl. Eine verlinkte Markennennung ist allerdings beides zugleich; die Kategorien überlappen.

Was wir auf unserer Website tun

Bisher liegen keine eigenen Messergebnisse vor. Diese Maßnahmen sind umgesetzt:

Vier Sprachen
Deutsch, Englisch, Japanisch, Farsi. Frei zugänglich, ohne Login und ohne Einwilligungswand. Ob diese Sprachversionen relevante Zielgruppen erreichen, muss die Auswertung zeigen.
Crawler-Zugang
Die robots.txt sperrt keinen Suchcrawler, auch nicht die der KI-Anbieter. Ein Abruf durch einen Crawler belegt allerdings weder Aufnahme in einen Index noch Verwendung in einer Antwort.
Sitemap
Eingereicht in der Google Search Console. Das erleichtert das Auffinden der URLs; ob sie indexiert sind, prüfen wir dort separat.
Bot-Protokoll
Ein täglicher Lauf wertet die Server-Protokolle aus und erfasst, welche Suchroboter die Seiten abrufen. Auch das ist ein technischer Befund, kein Beleg für Sichtbarkeit in Antworten.
Antworten früh im Text
Leserfrage als Überschrift, die Kernaussage in den ersten Sätzen, überprüfbare Angaben mit Quelle und Datum. Für Google ist keine besondere KI-Schreibweise vorgeschrieben; wir finden das Format trotzdem klarer.

Häufige Fragen zur KI-Suche

Braucht man eine llms.txt-Datei?

Für die Google-Suche: nein. Google schreibt in seinem Leitfaden zur KI-Optimierung (Search Central), dass solche Dateien die Sichtbarkeit dort weder verbessern noch schädigen. Eine Sitemap dient unabhängig davon einem anderen Zweck: Suchmaschinen das Auffinden von URLs zu erleichtern.

Was ist der Unterschied zwischen AI Overviews und AI Mode?

AI Overviews sind die Zusammenfassung am Anfang der Trefferliste. Der AI Mode ist Googles Suchmodus für ausführlichere KI-Antworten und Nachfragen. Seit Mai 2026 lassen sich beide nutzen, ohne den Suchkontext zu verlassen: Aus einer Übersicht kann ein Gespräch werden.

Lohnt sich klassisches SEO noch?

Ja. Googles KI-Antworten greifen auf den Google-Suchindex zurück. Technische Zugänglichkeit, Indexierung und hilfreiche Inhalte bleiben die Grundlage. Google selbst formuliert es so: Optimieren für die KI-Suche ist weiterhin SEO.

Wo fange ich an?

Mit der Strategie, nicht mit der Technik. Erst festlegen, bei welchen Kundenfragen und in welchen Suchdiensten das Unternehmen sichtbar sein soll. Dann die bisherige Sichtbarkeit erfassen. Danach technische und inhaltliche Lücken prüfen: robots.txt, Sitemap, Inhalte, die die Kundenfragen tatsächlich beantworten. Zuletzt prüfen, welche Fachmedien, Partner und Branchenplattformen die Zielgruppe nutzt und wo eigene Expertise einen nachvollziehbaren Anlass für eine Erwähnung bietet.

Wie misst man Sichtbarkeit in KI-Antworten?

Für Google zeigen die Generative-AI-Berichte in der Search Console seit Ende August 2026 weltweit Impressionen und betroffene URLs aus KI-Antworten an, keine vollständigen Antworttexte. Für andere Dienste gibt es kein allgemein anerkanntes Maß. Wir arbeiten mit dokumentierten Stichproben: Suchdienst, Frage, Sprache, Region und Datum festgehalten, Markennennungen, Empfehlungen und Quellenlinks getrennt gezählt.

Kosten vor Auftrag

Wir prüfen zuerst, welche Kundenfragen für Ihr Unternehmen in der KI-Suche relevant sind und was Sichtbarkeit dort kosten würde. Sie entscheiden danach.

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