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Blog / KI-Werbung

Was KI-Video 2026 kostet: Monatsabo für 20 Dollar gegen Agenturpreise

Veo 3 für 20 Dollar im Monat, Sora 2 setzt echte Menschen in jede Szene. Zahlen aus einem Jahr KI-Produktion, und die Frage, welcher Teil der Branche übrig bleibt.

19. Oktober 2026, QLTY media

Cover-Motiv: Schnittpult mit Klappe und Monitoransicht — KI-Video-Produktion, die bei QLTY im Haus läuft
Am Schneidepult: Klappe, Schnittmonitor mit Drachenszene. Modell, Animation und Render entstehen im Haus, der Clip auf der Startseite zeigt das Ergebnis.

Vor einem Jahr hätten die meisten Agenturen KI-Video noch nicht für produktionsreif gehalten. Heute liefert Veo 3 Aufnahmen, die kaum von echtem Filmmaterial zu unterscheiden sind. Sora 2 stellt echte Personen mit ihrer eigenen Stimme in jeder gewünschten Szene dar. Seedance 2.5 erzeugt bis zu 30 Sekunden in einer Einstellung. KI-Videos sind inzwischen länger als 8 Sekunden. Google AI Pro mit Veo 3 kostet 20 Dollar im Monat.

Im vergangenen Jahr haben wir die Abläufe für unsere KI-Produktionen aufgebaut. Wir übernehmen alle Schritte von der Idee bis zum fertigen Werbefilm. Wir ziehen Bilanz und nennen die Kosten.

Was KI-Video heute kostet

Wir vergleichen die Kosten für den Zugang zu den Modellen mit den Kosten einer klassischen Produktion.

Abo-Modelle
Google AI Pro mit Veo 3 kostet 20 Dollar im Monat. Die verschiedenen Flow-Abos kosten 19,99 bis 249,99 Dollar. Über die API (Programmierschnittstelle) berechnet OpenAI für Sora 2 0,50 Dollar pro Videosekunde. Ein Video von 10 Sekunden kostet damit wenige Euro.
Seedance 2.5
ByteDances Seedance 2.5 erzeugt seit Juli 2026 bis zu 30 Sekunden Bild und Ton in einem Durchgang. Figuren und Kamera bleiben über die ganze Einstellung stabil. Bis zu 50 Referenzbilder dienen als Vorgaben für die Darstellung von Produkten und Marken.
Higgsfield und Kollegen
Plattformen wie Higgsfield bieten ein Dutzend Modelle in einem Abo an, 15 bis 99 Dollar im Monat, abgerechnet über Guthaben. Videos lassen sich dort mit Veo, Kling und Seedance erzeugen, ohne eigene API.
Agentur-Betreuung
Die Betreuung sozialer Netzwerke durch eine Agentur kostet in Deutschland üblicherweise 800 bis 2.500 Euro im Monat. Mit eigener Videoproduktion sind es 2.500 bis 5.000 Euro. Ein Drehtag kostet mehr.
Der Unterschied
Ein Monat Agenturbetreuung kostet so viel wie mehrere Jahre Zugang zu den Videomodellen. Für den Preis eines Drehtags lassen sich hunderte Videos erzeugen.

Für uns als Agentur heißt das: Mit reiner Produktion lassen sich die bisherigen Preise nicht mehr halten.

Woran man KI-Videos noch erkennt

Gut gemachte KI-Videos lassen sich mit bloßem Auge kaum noch von echten Aufnahmen unterscheiden. Bei Veo 3.1 bleiben Figuren über mehrere Szenen hinweg einheitlich. Sora 2 überträgt echte Gesichter und Stimmen. Bei Seedance 2.5 bleiben Licht und Kameraführung über 30 Sekunden in einer Einstellung stimmig. Bei der Prüfung von Videos können wir uns deshalb nicht allein auf den sichtbaren Unterschied verlassen.

Für KI-Videos gibt es technische Kennzeichnungen. SynthID versieht jedes Einzelbild mit einem Wasserzeichen. C2PA dokumentiert die Herkunft. Die EU-Kennzeichnungspflicht gilt. Instagram, X und Facebook entfernen diese Metadaten beim Hochladen. Bei den dort angezeigten Videos lässt sich damit weder eine KI-Erzeugung noch die Echtheit nachweisen. Wer in einem Video sachliche Aussagen macht, braucht deshalb eine Redaktion, die diese Aussagen prüft.

Was bleibt: auswählen und zusammenführen

Für einen fertigen Werbefilm braucht es mehr als ein Video aus einer Texteingabe. Aus unserer Produktion: Für ein einzelnes Lied erzeugen wir bis zu 300 Fassungen, mit verschiedenen Instrumenten, Tempi und eigenen Stimmen. Wir wählen die Fassung, die zum Zweck passt. Bei unseren Videos stimmen wir Konzept, Texte, Bildgestaltung, Schnitt, Ton und Aussage aufeinander ab. Das Modell liefert Teile. Das Ergebnis entsteht durch Auswahl und Steuerung.

Sinkende Modellpreise machen diese Arbeit nicht günstiger. Mit mehr Material gewinnt die sorgfältige Auswahl an Bedeutung.

Die Konsequenz

Das Geschäft mit einfachen Produktvideos, Zusammenschnitten aus Archivmaterial und Websites nach Vorlage verschwindet. Was bleibt, ist Beratung: welche Probleme sich mit KI lösen lassen, welches Modell sich dafür eignet, und wer die Verantwortung für die Aussagen im fertigen Video übernimmt. Wer nur ausführt, wird ersetzt. Wer mitentscheidet, wird gebraucht.

Wir haben deshalb ein Jahr lang unsere eigenen Abläufe verändert. Auf dieser Erfahrung beruht unsere Beratung. Diese Seite ist das Ergebnis.

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